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  1. Dezember 2016 … der erste Teil

Diese Geschichte hat mich tief berührt, erzählt sie uns doch von all den wundervollen Dingen des Lebens … und von unserem größten „Hemmschuh“ … aber lest selbst 🙂

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Von Elben, Hexen und teuflischem Spuk  hat man überall in Schottland erzählt; denn seinem kargen strengen Christentum galt alles Dunkle und Traumhafte als böse. Nur wo der alte keltische Christenglaube überlebte, auf den Inseln und im Hochland des Westens, fand man im Unbegreiflichen mehr Trost als Schrecken. Dort erzählte man von der „Wäscherin an der Furt“, wer die Wäscherin Leichenhemden waschen sah, der wusste, die eigene Todesstunde war nicht weit, und doch war die Wäscherin kein Schreckgespenst, sondern eine Erscheinung der gütigen Gottesmutter Maria, andere sagen, der Maria Magdalena. Und eine andere Traum- und Trostgestalt war der Menschenfischer, und manche sahen ihn, wie er bei Tag und bei Nacht die Seelen der Menschen aus den Wassern dieser Welt zog, aus den Wassern der Traurigkeit und Verzweiflung.

Arthur MacArthur, der Sohn der Mary Gilchrist, der später unter dem Namen Ian Mor von den Hügeln ein großer gälischer Dichter und Sänger wurde, war der letzte, der erzählte, dass er den Menschenfischer gesehen habe. „Und an jenem Abend meiner Kindheit“, sagte er, „fiel ein Mondstrahl auf das düstere Meer meiner Seele und versank darin und erfüllte es mit Licht für alle Tage meines Lebens.“ Und seit jenem Abend war Ian Mors Seele voll Musik, so wie eine Muschel das Rauschen der Tiefsee bewahrt.

Wenn Ian Mor vom Menschenfischer erzählte, so war er selbst nicht sicher, ob er ihn vor sich gesehen hatte oder in sich, in seiner Seele. „Doch das ist auch nicht wichtig“, sagte er, „denn ich weiß, dass ich dieses Licht nicht vergessen werde, bis das schweigende Gras über meinen Augen ist.“

Und dies ist die Geschichte des Knaben Arthur MacArthur, der ein Dichter und Sänger wurde, weil der Menschenfischer ihn auf die Augen küsste:

Bitter sind die Tränen der Kinder, in ihnen ist mehr Leid als in unseren leeren Worten. Ich hatte mich im Wald verlaufen an jenem fernen Tag meiner Kindheit; einsam und verloren warf ich mich schluchzend ins Farnkraut unten am Ufer des Bachs, der durch die Schattenschlucht fließt. Der Wind pfiff in den Bäumen, das braune Wasser gluckerte, es raschelte im Gras: all das war mir vertraut – doch an jenem Abend war’s voller Schrecken. Wildes Volk lauerte im Schatten. Wenn es dunkel wird, dachte ich, werden mich ich weiß nicht was für Ungeheuer verschlingen. Suchte Mutter denn gar nicht nach mir?

Fortsetzung morgen 🙂 …

Und hier die erste Orakelfrage, die ich mit meinem eigenen Orakelsystem erfahren habe:

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Wie kommt liebevolle und geerdete Leichtigkeit in meinen Umgang mit dem Geldspiel?

Hier fliegt die WANDERHEXE … Sonja Catarina Benandanti … mit Orakeln und anderen magischen Gehilfen