4 …

4. Dezember 2016 … der vierte Teil

Da schaute mich der an, der zu Josas Rechten saß, und ich lehnte mich an ihn und lachte leise vor Freude über das Strahlen seiner Augen und sein leuchtendes Haar und sein Kleid, das eine himmelblaue Flamme war.

„Ich bin der Weber der Freude“, sagte er, und dann nahm er seine drei Weberschiffchen, die Schönheit genannt werden und Wunder und Geheimnis, und webte etwas, das niemals stirbt, und es ging hinaus aus der Hütte in die grüne Welt und sang ein hinreißend schönes Lied.

gruenewelt

Dann schaute mich der an, der links saß neben Josa, dem Leben, und mein Herz hüpfte. Auch sein Haar leuchtete, aber die Farbe seiner Augen war nicht zu erkennen, solcher Glanz war in ihnen. „Ich bin der Weber der Liebe“, sagte er, „ich sitze an Josas Herz.“

Und auch er nahm die drei Weberschiffchen Schönheit, Wunder, Geheimnis, und webte etwas, das niemals stirbt, und es ging hinaus aus der Hütte in die grüne Welt und sang ein hinreißend schönes Lied. Schon damals, obwohl noch ein Kind, wollte ich keinen anderen mehr anschauen, denn wer sollte schöner sein als der Weber der Freude und der Weber der Liebe?

Doch eine seltsam-süße Stimme sang in meinen Ohren, und eine kühle Hand strich sanft über meine Stirn. Und der, dessen Stimme so zärtlich sang, flüsterte: „Ich bin der Weber des Schlafs und der Träume!“ Und der Stolze mit der kühnen Hand sprach: „Ich bin der Weber des Todes.“ Und in den Augen des Traum-Webers sah ich auch die Freude, und der Weber des Todes schien mir wie der der Liebe. Und beide nahmen ihre Weberschiffchen Schönheit, Wunder, Geheimnis und webten etwas, das niemals stirb. Und ich sah, was sie hineinwebten in die grüne Welt: ein Schweigen mit Sternenaugen webte der Weber des Schlafs, ein warmes Dunkel mit einem Herzen aus Glut webte der Weber des Todes.

Da hörte ich die zwei anderen Stimmen: Sie waren wie das Lachen des Windes im Korn und wie der goldene Glanz auf den Ähren. Und der eine stand auf und sagte: „Ich bin der Weber der Leidenschaft!“, und als er sprach, dachte ich, das ist Liebe und Freude und Tod, und ich streckte meine Hände nach ihm aus. „Kraft will ich dir geben“, sagte er, und er umarmte und küsste mich. Und als mich Josa wieder auf seine Knie nahm, sah ich, wie der Weber der Leidenschaft sich zu dem weißen Glanz an seiner Seite wandte und Josa flüsterte mir zu, der sei das Geheimnis dieser Welt, und genannt werde er „der Weber der Aufrichtigkeit“. Und die beiden nahmen ihre Weberschiffchen Schönheit, Wunder, Geheimnis und webten etwas, das niemals stirbt, und sie schickten es hinaus aus der Hütte in die grüne Welt, um dort für immer in die Ohren der Menschen ein hinreißend schönes Lied zu singen.

Fortsetzung morgen…

Und hier die Orakelfrage für heute … wie schon geschrieben, geht es darum, sie den Tag über im Herzen zu bewegen, NICHT um eine Antwort! :4

Was kann ich tun, um (in 6 Wochen, Monaten oder Jahren) das Kind auf die Welt zu bringen, das ich schon so lange in meinen Visionen habe?
Anmerkung: das Kind ist im übertragenen Sinne ein Lebensprojekt)

Hier fliegt die WANDERHEXE … Sonja Catarina Benandanti … mit Orakeln und anderen magischen Gehilfen