Jahreskreisfeste … Hexisch, magisch, modern

Es gibt schon so viele und so schöne Seiten im Netz über die Brauchtümer bzw. auch die alten, heidnischen Feste (z.B. Jahreskreis.Info oder ein bisschen allgemeiner die Brauchtumsseiten). Ich möchte dazu nicht noch eine hinzufügen! Mein Wunsch ist es, die alten und die modernen Zeiten miteinander zu verknüpfen, denn was uns in unserer Zeit sehr oft fehlt, ist die Verbindung zu unseren Wurzeln. Das können wir zwar nicht so ganz leicht vereinen, aber es lässt sich durchaus auch in unseren fast durchgetakteten Alltag integrieren.

Ein ewiger Kreislauf ist das Leben ...
Ein ewiger Kreislauf ist das Leben …

Immer mehr Menschen ist es ein Bedürfnis, die alten Feste im Jahreskreis zu feiern, und so der Natur in ihrem Lauf zu folgen. Das ist, vor allem aufgrund der durch christliche Einflüsse unterbrochenen Kontinuität, eine nicht ganz einfache Sache. Dazu sollten wir uns mit den Ursprüngen ein bisschen beschäftigen. Das geht ganz gut, wenn wir uns mit dem Lauf der Natur bewegen. Die Alten sahen in ALLEM  Geist und Leben, und viele ihrer einst belächelten Ansichten sind heute wissenschaftlich bestätigt (ich erinnere nur an die Quantentheorie).

Jahreskreisfeste sind immer ein Schwellenerlebnis

Ständig dreht sich die Erde weiter, Tage, Wochen, Monate vergehen, und die Natur macht ihren Rundgang durch die Zeit (auch der Mensch als Teil der Natur). Alles kommt und geht, alles entsteht, blüht auf, wächst, und dann verwelkt es und stirbt. Immer wieder, an manchen Stellen und zu bestimmten Zeiten merken wir, dass wir an Schwellen stehen, ob in der Natur oder in unserem eigenen Leben. Die Jahreskreisfeste helfen uns, diese Schwellen zu verstehen (nicht nur vom Verstand her), und auch zu akzeptieren … denn es ist, wie es ist.

Wir können die Schwellen, und damit auch die Schritte des Lebens feiern. Das gibt uns eine gewisse Struktur, die uns schützt und stützt, wenn wir vermeintlich den Boden unter den Füßen verlieren. Und wir können uns gerade zu diesen Schwellenzeiten Rat holen in Form von Orakeln. Orakel sind -für mich- „Antworten aus der Welt der Wahrheit“, die wir gerade zu solchen bedeutsamen Zeiten wie den Jahreskreisfesten viel einfacher erhalten. Zu diesen Zeiten sind die Schleier zwischen den Welten besonders dünn, und damit besonders durchlässig (vor allem an Walpurgis und Samhain, aber auch an den anderen Festen).

Wenn du also die Feste feiern  willst, leg einfach mal los.

Am besten nimmst du gleich das als nächstes anstehende, du findest unten eine Aufstellung dazu. Und dann mach dich schlau darüber, du findest auf den oben genannten Seiten schon eine ganze Menge Infos, und es gibt über alle Feste eine Menge Literatur… . Am einfachsten ist es, dir selbst ein paar Dinge einfallen zu lassen, wie du welche Inhalte in den Ritualen und Festen unterbringen kannst. Die Mondfeste sind immer eher für innere Vorgänge, während die Sonnenfeste sich mehr auf Äußeres beziehen. Also… Viel Spaß beim kreativen Gestalten 🙂

Ein paar Kleinigkeiten sollten wir uns aber dabei immer vor Augen halten:

  • es geht nicht darum, aus den Festen einen Zwang zu machen, soll heißen, wenn du die Feste feiern willst, sorge dafür, dass alle Beteiligten sich IMMER daran erfreuen können
  • wir können Utensilien verwenden, die wir auch in unserem Alltag verwenden! Aber wir müssen es nicht!
  • selbst wenn es Überlieferungen über die Feste gibt, ist es nicht -immer- sinnvoll, sie genau so zu machen. Die eigene Fantasie und ein bisschen Kenntnis des „senkrechten Weltbildes“ (also nicht kausaler, sondern vielmehr „energetischer“ Zusammenhänge) ist mindestens ebenso wichtig.
  • Das Ritual sollte geplant und vorher abgesprochen werden. Wenn etwas schief geht, gehört das UNBEDINGT zu genau diesem Ritual, es muss dann so sein, sonst wäre es nicht …
  • Ganz wichtig ist der Kreis im Kreis des Lebens! Dieser wird gezogen vor Beginn des Rituals, und aufgelöst am Ende des Rituals. Während das Ritual abgehalten wird, halten sich alle Beteiligten innerhalb des Kreises auf…
  • Das Ritual zu einem der Jahreskreisfeste wird im Allgemeinen draußen vollzogen (bei jedem Wetter, deshalb auf richtige Kleidung achten!), die Vorbereitungen und die nachfolgende Feier können auch in einem Gebäude stattfinden.
  • natürlich gibt es einen „idealen“ Zeitpunkt für das Fest, aber um diesen herum bleibt die „Energie“ des Festes für eine ganze Weile erhalten. Deshalb ist es zwar sinnvoll, nahe am idealen Zeitpunkt das Stattfinden zu ermöglichen, aber es MUSS auch das nicht sein.
  • Niemals wirst du ALLES wissen, das ist nicht möglich. Wenn du also irgendwann später erfährst, dass du etwas vollkommen „falsch“ gemacht haben solltest, dann vertrau deinem eigenen Entwicklungsweg, und mach dir nix draus. Das nächste Mal wird es anders werden, denn JETZT hast du ja etwas dazu gelernt!

So, nun zu den eigentlichen Inhalten der Jahreskreisfeste. Ich werde jedes Fest ein bisschen umschreiben, und ich werde euch meine Erfahrungen damit hier mitteilen. Unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und was ich hier schreibe ist nur das, was meiner Fantasie entsprungen ist (oder der einer anderen beteiligten Person) … Lass dir was einfallen 🙂

Alles, was ich hier schreiben werde, ist nach MEINEM Sinn passend! Falls jemand eine andere Meinung dazu hat, darf er sie gern in den Kommentaren mitteilen. Es gibt verschiedene Traditionen aus verschiedenen Völkern, irgendwann mal hat die ganze Menschheit mit diesem Thema begonnen, und irgendwann hat sie angefangen, sich zu trennen und zu teilen. Nach meiner Wahrnehmung ist das, was ich hier schreibe, so passend für die Rituale und Feste… und natürlich passend zu meinem derzeitigen Stand im Leben!

Die Mondfeste sind…
Schwarzmond Samhain Schwarzmond um Ende Oktober/Anfang November
Neumond bzw. zunehmender Halbmond*** Imbolc oder Lichtmess Neumond/zunehmender Halbmond um Ende Januar/Anfang Februar
Vollmond Beltane oder Walpurgis Vollmond um Ende April/Anfang Mai
Abnehmender Halbmond Lugnasadh Abnehmender Halbmond um Ende Juli/Anfang August
Die Sonnenfeste sind …
Winter-Sonnwende Yul 21. Dezember
Winterbeginn
Frühjahrs-Tagundnachtgleiche Ostara 21. März
Frühlingsbeginn
Sommer-Sonnwende Mittsommer 21. Juni
Sommerbeginn
Herbst-Tagundnachtgleiche Mabon 23. September
Herbstbeginn

***Ich orientiere mich immer an meinen eigenen Wahrnehmungen, ganz besonders bei dem Fest Imbolc. Denn es ist für mich eine deutlich wahrnehmbare Veränderung des Lichtes, wenn Brigidh die Erde wachküsst. So ist es irgendwann Januar/Februar um Neu- bzw. zunehmenden Halbmond rum, wenn Brigidh sich zeigt. Die anderen Feste sind durch Mond- und Sonnenstände leichter definierbar.

Übrigens sind Schwarzmond und Neumond zwei ganz unterschiedliche Zustände der Mondin, mit ganz unterschiedlichen Energien. Während die Schwarze Mondin die der Zerstörung und des Innehaltens ist, die uns auch immer wieder Geschenke mitbringt von ihren Reisen durch die Zeit … ist die Neumondin die junge Mondin, die gerade mal als ganz zarte Sichel sichtbar ist. Sie ist zuständig für den Neubeginn, denn sie hat die innovative Kraft und den Zauber der Jugend und des Starts. Deshalb ist die Zuordnung ihres Festes zu Brigidh, dieser sehr bedeutsamen Göttin der alten Kelten, und auch zur unabhängigen, jungen Göttin Artemis sehr passend.

Hier fliegt die WANDERHEXE … Sonja Catarina Benandanti … mit Orakeln und anderen magischen Gehilfen