Freitag, der 13te

Wir kennen es alle … Unglück über Unglück soll uns dieser Tag bringen. Nicht nur, dass es Freitag ist, es ist auch noch der 13te eines Monats, und die 13 ist -allem Anschein nach- per se eine Unglückszahl!!!

Ich möchte hier ein paar Dinge erzählen, die ich über den Freitag, den 13ten so alles gefunden habe. Die meisten meiner Informationen finden wir im Internet, andere habe ich aus Büchern (wie „das geheime Wissen der Frauen“ von Barbara G Walker oder den Märchenbüchern der Gebrüder Grimm) und viele aus Gesprächen mit Menschen, die es weitererzählt haben, wie in den alten Zeiten!

Freya

Zunächst mal war der Freitag in alten Zeiten der heilige Tag der Freya bzw. Venus, wie sein Name ja auch schon zeigt (Frei-tag oder Ven-dredi). Es war der 7te Tag der Woche, und der günstigste Hochzeitstag, denn die Liebesgöttin segnete die erotischen und Liebesverbindungen. (Nb… Zu diesen Zeiten machten die Menschen aber nur Versprechen auf Zeit, was um Einiges lebensfreundlicher war als unsere heutige männlich / christlich geprägte Art, die auf „ewige Treue“ und damit ewigen Besitz abzielt.)

In vorchristlichen Zeiten gab es auch Fisch an den Freitagen, denn Fisch war schon damals als aphrodisisch (Aphrodite war das griechische Pendant zu Venus) bekannt, und galt als fruchtbarkeitspendende Zauberspeise.

Der heute noch unter dem Begriff „Schwarze Freitag“ bekannte Vorfall war nicht wirklich an einem Freitag… es war der Start des Ereignisses, das 1929 die Weltwirtschaftskrise auslöste, der Tag, an dem der Dow-Jones-Index außergewöhnlich schnell fiel … daneben gab es in der Geschichte noch mehrere weitere „schwarze Freitage“(siehe auch wikipedia Artikel dazu: Schwarzer Freitag)

Blitz

Die 13 ist eine heilige Zahl der Göttin, was wir schon in den alten Sagen und Märchen finden. Es gab die 13te Fee, die die Initiation junger Mädchen angestoßen hat. Diese 13te Fee wurde allerdings in den Märchen zur böse Fee, wahrscheinlich weil sie die Eigenentwicklung der Mädchen in den Vordergrund gestellt hat, was nicht im Sinne männlich/christlicher Machtstrukturen war und ist.

Die Mondin, die Vertreterin der mütterlichen Weiblichkeit, braucht 27,32 Tage, um sich einmal um die Erde zu bewegen und am gleichen Fixstern wieder anzukommen. Das bedeutet, sie läuft 13 (,36)mal um die Erde im Laufe eines Jahres.

Der Maya-Kalender und auch andere präkolumbianische Kalendersysteme orientieren sich an diesem Umlauf, und zählen jedes Zeichen 13 Tage lang.

Jesus hatte 12 Apostel, zumindest was die gezählten männlichen angeht. Inzwischen ist ja auch Maria Magdalena von der katholischen Kirche als Apostelin anerkannt, was dann die 13te wäre, und weiblich!

Die 13 ist die 6te Primzahl, was an sich nichts Bedeutendes ist! Aber … es gibt für die Angst vor der 13 sogar eine wissenschaftliche Bezeichnung: Triskaidekaphobie! In vielen Hotels gibt es das Zimmer Nummer 13 nicht, und der Spruch „jetzt schlägt’s 13!“ zeigt nichts Gutes an. Der Spruch hat übrigens den Hintergrund in Schlag der Kirchenglocken, wenn es 13 mal schlägt, ist ganz gewaltig was faul (siehe auch Wortschätze der KARL-FRANZENS-UNIVERSITÄT in GRAZ)! Auch das 13te Stockwerk oder die 13te Sitzreihe wird heute noch oft einfach ausgelassen, um kein Unglück hervorzurufen.

In China gilt die 13 übrigens als Glückzahl! Was zumindest festlegt, dass die 13 nicht für alle Menschen negativ besetzt ist, und die am meisten auf der Welt gesprochene Sprache ist Chinesisch…

Freitag, der 13te!?

Die Kombination zweier für die alte Göttin wichtiger Elemente kann -nach patriarchal-christlichem Verständnis- dann nur sehr negative Auswirkungen haben! Dass Freitag, der 13te, ein Unglückstag ist, sollen ca. ein Viertel der Menschen in Deutschland glauben, zumindest zugegebenermaßen.

Dazu ein paar Fakten: Es gibt wohl außergewöhnlich oft einen Freitag, den 13ten. Das hat ein Physiker namens Prof. Heinrich Hemme nachgewiesen: Hemme zählte deshalb für einen Zeitraum von 400 Jahren nach, wie oft der 13. ein Freitag ist. Dabei ergab sich, dass der 13. insgesamt 688-mal auf einen Freitag fällt, aber nur 684- bis 687-mal auf jeden der anderen Wochentag (IDW-Nachrichten 11.10.2000)

Und – es gibt pro Jahr mindestens 1 und maximal 3 mal einen Freitag, den 13ten.

Und auch die Angst vor dem Freitag, dem 13ten, hat einen eigenen wissenschaftlichen Namen erhalten: Paraskavedekatriaphobie!

Diese Angst zeigten interessanterweise auch größere Geister: zB. der Komponist Arnold Schönberg, geboren am 13.9.1874, gestorben am Freitag, 13.7.1951, er war ein Verteter der Zwölftontechnik, vermied die 13 zeitlebens. Und sogar Otto von Bismarck, Fürst und 1871 bis 1890 erster Reichskanzler im kurz davor erst vereinigten Deutschland, weigerte sich, Verträge an einem Freitag, dem 13ten, zu unterzeichnen.

Ein ganz wesentliches Datum für die Negativwertung des Freitag, dem 13ten, war Freitag, der 13. Oktober 1307! An diesem Tag gab der französische König Phillippe, der „Schöne“, den Befehl, den Templer-Orden zu zerschlagen, und die Templer zu ermorden.

Mein ganz eigener Unglückstag, Freitag der 13te, war der Todestag meines Vaters am 13.12.13! Das war für mich der einzige wirklich sehr negative Freitag, der 13te…

Letztlich bleibt uns nichts Anderes übrig, als selbst zu entscheiden… machen wir daraus einen Glücks-, einen Unglücks- oder einen ganz gewöhnlichen Tag?

Und für diesen Freitag, den 13ten, also den 13. Juli 2018, gibt es wieder das Orakel der Schwarzen Mondin, die sich zu diesem besonderen Tag zeigt… wenn du eines für dich möchtest, melde dich bis Donnerstag gegen 23 Uhr bei mir, dann bist du dabei, am besten telefonisch oder per Whatsapp auf 01729675975. Die Kosten liegen -wie immer- bei 15 €.

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